„Tiefe Narbe“ von Arno Strobel

Titel: _20170224_193151.JPG„Tiefe Narbe – Im Kopf des Mörders“ (Teil 1 der Max-Bischoff-Trilogie)

Autor: Arno Strobel

Genre: Thriller

Seiten: 368 Seiten

Verlag: FISCHER Taschenbuch

Preis: 9,99 €

ISBN: 978-3-596-29616-3

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Klappentext:

Max Bischoff, Oberkommissar, Anfang dreißig, ist der Neue bei der Düsseldorfer Mordkommission. Er ist hoch motiviert und schwört auf moderne Ermittlungsmethoden, was nicht immer auf Gegenliebe bei den Kollegen stößt. Sein erster Fall beim KK11 hat es in sich. Auf dem Polizeipräsidium taucht eines Morgens ein Mann auf, der völlig verstört und von oben bis unten mit Blut besudelt ist. Er weiß weder, was in der Nacht zuvor geschehen ist, noch hat er eine Erklärung für das Blut auf seiner Kleidung. Wie sich bald herausstellt, stammt es nicht von ihm selbst, sondern von einer Frau. Einer Frau, die vor über zwei Jahren spurlos verschwand. Die für tot gehalten wird. War sie all die Zeit über noch am Leben und ist erst vor kurzem getötet worden? Und was hat der Mann mit der Sache zu tun? Ist er Täter oder Opfer?

Als kurz darauf eine Leiche am Rheinufer gefunden wird, verstricken Max Bischoff und sein Partner Horst Böhmer sich immer tiefer im Dickicht der Ermittlungen, um einen Fall zu lösen, in dem lange nichts zusammenzupassen scheint …

Protagonisten:

Max Bischoff ist ein engagierter, junger Oberkimmissar, der sein Leben seinem Beruf widmet. Er ist ein „Ermittler der Moderne“ – nach den neuesten Ermittlungs- und Profilingstandards ausgebildet und besitzt ausserdem ein intuitives Gespür, welches ihm bei der Arbeit recht hilfreich ist.

Horst Böhmer ist sein Partner und noch von der „alten Schule“. Von den modernen Methoden zur Überführungen eines Täters hält er nicht viel. Daher macht er sich auch gerne vor Max über diese Methoden lächerlich.

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist flüssig lesbar. Schriftgröße, Zeilenabstand und Kapitellänge sind leserfreundlich gewählt. Das Buch ist in der allwissenden Erzählweise geschrieben, allein der Täter aus der Ich-Perspektive.

Leider ist die Story von Anfang an extrem vorhersehbar. Spannung kommt so gut wie keine auf! Auch der Täter ist recht unspektakulär und für mich leicht zu erraten gewesen :-/ Wirklich schade, da man wirklich viel hätte drauß machen können! Das Ende finde ich widererwartend gut! Wenigstens das ist etwas überraschend gewesen!

Der Protagonist sowie die anderen Charaktere sind sehr sympathisch, wenngleich die Ermittler auch etwas klischeehaft dargestellt sind. Trotzdessen kann man sich gut in die beiden hineinversetzen und die Beziehung zwischen ihnen wirkt authentisch.

Einzig und allein die „Lovestory“ hätte nicht sein müssen. Für mich etwas realitätsfremd aufgrund der Schnelligkeit. Noch dazu wird ein erwachsener Mann wieder zum hormongesteuerten Teenager. Klar, man sagt immer „unverhofft kommt oft“ dagegen möchte ich hier auch nichts einwenden… jedoch ist die Gefühlsentwicklung bei sowas immer rasant! So rasant, dass man nur mit den Augen rollen kann…

Die Täterperspektive hätte man meines Erachtens auch mehr ausbauen können. Was man vom Täter geboten bekommt, ist doch relativ wenig… gerade bei einem „Thriller“ ist das eigentlich mit das A und O!

Was mir gut gefallen hat, ist das Strobel mit der telekommunikativen Zeit gegangen ist! Sowas lese ich selten bis gar nicht in neuen Büchern und ist für mich ein wichtiger Schritt mit der Zeit! Und auch die Wundenbeschreibung der Opfer ist sehr detailliert und anschaulich beschrieben, wie es mir gefällt!

Das Gesamtpaket konnte mich jedoch absolut nicht packen, geschweige denn überzeugen :-/ Zu vorhersehbar, kaum Spannung und daher auch keine großartigen Wendungen, die das Ganze interessant machen! Mich erinnert das Buch stark an eine Mischung aus Strobels „Das Wesen“ und Max Bentows „Der Federmann“. Beides Bücher, die mich nicht vom Hocker gehauen haben 😦 Großzügige 2,5/5 Sterne!

 

 

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