„Sie weiß von dir“ von Sarah Pinborough

Titel: _20170305_084957.JPG„Sie weiß von dir“

Autor: Sarah Pinborough

Genre: Thriller

Seiten: 444 Seiten

Erscheinungsdatum: 20.01.2017

Verlag: Rowohlt

Preis: 9,99 €

ISBN: 978-3-499-27265-3

Kauf mich!

Klappentext:

Beinahe wäre Louise mit dem netten Mann aus dem Pub im Bett gelandet. Ein paar Tage später dann der Schock: David ist ihr neuer Chef. Und verheiratet.
Kurz darauf lernt Louise auf der Straße durch Zufall eine Frau kennen. Seine Frau. Bald sind die beiden Freundinnen. Keine gute Idee.
Adele ist sehr schön und sie wirkt sehr verletzlich. Nach und nach verrät sie Luise Erschreckendes über ihre Ehe. Und Louise spürt: Sie hat sich in eine heikle Lage gebracht. Was sie nicht weiß: Die Begegnung mit Adele war kein Zufall. Adele hat einen Plan. Doch es ist keine Intrige aus Eifersucht. Es ist viel, viel schlimmer.

Protagonisten:

Louise ist eine alleinerziehende Mutter eines 5-jährigen Sohnes. Louise ist sehr naiv und leichtgläubig. Manipulieren kann man sie gut, ohne das sie erstmal irgendwas in Frage stellt. Leider ist sie auch nicht sehr durchsetzungsfähig, geschweige denn standhaft gegenüber Versuchungen.

David ist verheiratet mit Adele. Er ist ein Psychiater mit einem leichten bis mittelschweren Alkoholproblem. Seine Frau liebt er nicht mehr, lässt sich aber auch nicht scheiden. Gegenüber seiner Frau hat er den Hang zur Kontrolle. Dafür verliebt er sich in Louise, seine Sprechstundenhilfe, und fängt mit ihr eine Affäre an.

Adele ist Davids Frau. Sie ist bildschön, wirkt süß und verletzlich und versucht die perfekte Ehefrau zu sein. Sie arbeitet nicht, möchte nur ihren Mann glücklich machen. Doch zwischen den beiden liegt schon vieles im Argen.  Sie neigt zu Überreaktionen. Von der Affäre zwischen ihrem Mann und Louise weiß sie Bescheid. Trotzdem sucht sie die Freundschaft zu Louise und hilft ihr wo sie kann… nur tut sie das nicht für Louise.

Meine Meinung:

Ich bin leider mehr als enttäuscht von diesem Buch! Der Klappentext hört sich so vielversprechend an, jedoch ist die Umsetzung in meinen Augen total fehlgeschlagen. Im Laufe des Buches wird einem schnell klar, dass der Klappentext einige wichtige Informationen dem Leser vorenthält. Hier handelt es sich !NICHT! um einen typischen realistischen (Psycho-) Thriller… wie man bei der Story eigentlich erwartet. Nein, hier fehlt ganz klar die Deklaration „spirituell“! Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich das Buch nicht als Rezensionsexemplar angefragt, geschweige denn gekauft! Ist halt einfach nicht mein Fall!

Ich habe mich sehr durch das Buch gequält. Die ersten 350 Seiten ziehen sich wie Kaugummi. Es ist langatmig und leider überhaupt nicht spannend. Generell, finde ich, hat das Buch wenig von einem „Thriller“. Wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich es schon nach der Hälfte abgebrochen.

Der Schreibstil ist zwar flüssig lesbar, jedoch sind Adele und Louise beide in der Ich-Perspektive geschrieben, was mir besonders anfangs ziemlich zu schaffen machte. Die Vergangenheit wird einem allerdings von einem allwissenden Erzähler erzählt. Das gefällt mir wiederum ganz gut! Somit hebt sich die Vergangenheit schon von der Erzählweise her von den Sichten der zwei Frauen ab.

Die Protagonisten sind für mich alle etwas unsympathisch. Man merkt recht schnell, dass irgendwie alle einen „an der Waffel“ haben. Die Autorin versucht die Protagonisten immer wieder in einem anderen Licht darstehen zu lassen. Erst sympathisch, dann unsympatisch, dann wieder sympathisch… nur leider funktioniert das Ganze nicht. Man durchschaut schnell, worauf diese dreier Beziehung hinausläuft.

Für mich ist leider besonders das Verhalten von Louise nicht nachvollziehbar. Sie ist teilweise wirklich naiv und einfältig, hinterfragt nichts und glaubt gutgläubig einfach alles. Von einer alleinerziehenden Mutter erwarte ich einfach mehr! Allein die Eifersucht auf die Schwangerschaft der Freundin ihres Exmannes gibt ihr wieder etwas Authenzität.

Ab dem Punkt, wo die „zweite Tür“ ins Spiel kommt, weiß ich sofort, worauf das komplette Buch hinausläuft und der Ofen ist aus -.- Und natürlich endet es genau so, wie ich es mir gedacht habe… bis auf das letzte Kapitel… mit dem die Autorin leider nochmal einen draufhaut und somit für mich das Buch nicht gelungen erscheint (worauf sie wahrscheinlich damit abgezielt hat), sondern in dem Maße fehlgeschlagen, wie ich es noch nie erlebt habe bis heute! Das ist einfach too much! Damit ist sie übers Ziel hinausgeschossen!

Für mich ist das Buch leider überhaupt nichts! Ich bin am Schluss echt sauer und bereue die vergeudete Lese(Lebens)zeit! „Thriller“ passt hier einfach überhaupt nicht, „spiritueller Langeweileroman“ trifft es viel besser! Von daher gibt es von mir leider nur 1/5 Sterne! :-/

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