„AchtNacht“ von Sebastian Fitzek

Titel: _20170319_095632„AchtNacht“

Autor: Sebastian Fitzek

Genre: Thriller

Seiten: 416 Seiten

Verlag: Knaur TB

Erscheinungsdatum: 14.03.2017

Preis: 12,99 €

ISBN: 978-3-426-52108-3

Kauf mich!

Klappentext:

Es ist der 8.8., 8 Uhr 8.

Sie haben 80 Millionen Feinde.

Werden Sie die AchtNacht überleben?

Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst. Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.

Und Ihr Name wurde gezogen!

Meine Meinung:

Ich habe „AchtNacht“ als Rezensionsexemplar vom Knaur Taschenbuch Verlag erhalten. Vielen Dank dafür! ❤

Als großer Fitzek-Fan bin ich natürlich überaus gespannt gewesen auf das Buch, aber hatte auch eine gewisse Skepsis wegen der Parallelen zu „The Purge“. Meine Befürchtungen haben sich zwar Gott sei Dank nicht bestätigt, jedoch konnte mich das Buch leider trotzdem nicht überzeugen. Für mich eines seiner schlechtesten Bücher! 😦

Vorne weg muss ich sagen, die Parallelen zu „The Purge“ sind zum Glück nur oberflächlich. Die Grundidee ist ähnlich, aber nicht identisch! Das hat mir wirklich gut gefallen, da ich eher einen „The Purge“ Abklatsch erwartet habe. Hier geht es nämlich nicht um das Prinzip „Jeder gegen jeden“, sondern „Alle gegen einen bzw. zwei“! Dadurch wird das Ganze interessanter und auch realistischer. Für mich auf jeden Fall ein positiver Punkt! 🙂

Das Fitzek hiermit wieder zum Nachdenken anregen möchte, finde ich klasse! Da das Internet und seine „Macht“ über uns oftmals stark unterschätzt werden! Leider finde ich, dass seine gesellschaftskritischen Bücher immer etwas an Spannung einbüßen :-/

Der Protagonist Benjamin (Ben) Rührmann ist ein typischer Musiker und einer der auserwählten „AchtNächter“. Er lebt im Grunde nur von Tag zu Tag, ist impulsiv und hat ein leichtes Alkoholproblem. Zu seiner Exfrau Jenny hat er ein freundschaftliches Verhältnis, welches auch sehr authentisch dargestellt wird. Seit einem Autounfall, an dem Ben Schuld gewesen ist, ist seine Tochter Jule an den Rollstuhl gefesselt, da man ihr beide Beine amputieren musste.

Trotz seiner Marotten ist Ben sympathisch, jedoch kann man seine Handlungen oftmals nicht nachvollziehen. Im Laufe der „AchtNacht“ kommen immer wieder Situationen, wo ich mich gefragt habe „Liegt das jetzt an seiner Impulsivität oder ist er einfach nur dumm?!“ Sein übereiltes, unüberlegtes Handeln liegt natürlich an seiner Impulsivität und der Angst aufgrund seiner Ausnahmesituation, kann jedoch auch vom Leser fehlinterpretiert werden.

Arezu Herzsprung ist unsere zweite „AchtNächterin“. Ihr Erscheinungsbild ist recht maskulin und wirkt extrem radikal. Aufgrund ihres merkwürdigen Verhaltens merkt man schnell, dass was mit ihr nicht stimmt. Daher kann man auch keine Sympathie für sie entwickeln und ist ihr gegenüber eher recht skeptisch.

Die Story mit Nikolai Vanderbildt und Dash finde ich leider too much. Das Spiel, was sie mit Ben und Arezu spielen, wirkt einfach nur maßlos übertrieben. Fitzek hätte hier lieber den Schwerpunkt mehr auf der Jagd legen sollen, da ist definitiv Potenzial verschenkt worden! Für mich hat diese Reininszenierung der beiden das Buch eher ruiniert :-/

Zum Ende hin dachte ich noch“Wow, damit hätte ich jetzt nicht gerechnet!“ O.o Und dann kommt alles anders… nämlich genau so wie ich es mir schon zur Mitte des Buches hin gedacht habe 😦 Sowas vorhersehbares ist mir bei keinem anderen Fitzek bis jetzt untergekommen. Wirklich schade!

Generell konnte mich leider die Spannung überhaupt nicht packen 😦 Die Geschichte ist einfach nur vor sich hingeplätschert und zum Schluss wirklich vorhersehbar gewesen! Sowas bin ich von Fitzeks eigentlich nicht gewohnt, da ich die Bücher immer „wegsuchte“. Und dann muss ich ehrlich sagen, warte ich lieber länger auf einen neuen Fitzek als sowas abgeliefert zu bekommen. Es ist jetzt nicht übertrieben schlecht, aber es kann mich einfach nicht überzeugen!

Fazit: Eine Menge verschenktes Potenzial, übertriebene Darstellung des Spiels zweier Ganoven, ein vorhersehbares Ende – dafür authentische Beziehungen zwischen den Charakteren, alte „Bekannte“ aus anderen Büchern (sowas liebe ich ❤ ) und ein verkorkster sympathischer Protagonist! Von mir gibt es daher 2,5/5 Sterne!

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