„Das Spiel – Rache“ von Jeff Menapace

Titel: _20170326_194235„Das Spiel – Rache“ (2.Teil der Spiel-Trilogie)

Autor: Jeff Menapace

Genre: Thriller

Seiten: 432 Seiten

Erscheinungsdatum: 14.11.2016

Verlag: Heyne Hardcore

Preis: 9,99 €

ISBN: 978-3-453-67708-1

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Klappentext:

Im Hinterland von Pennsylvania sind Patrick und Amy Lambert in die Fänge von zwei sadistischen Psychopathen geraten und erlebten die Hölle auf Erden. Um ihre Kinder zu retten, haben sie sich auf die perfiden Spiele der Fannelli-Brüder eingelassen – und sind ihnen schließlich entkommen. Drei Monate später: Arty Fannelli, der letzte der Brüder, wartet im Gefängnis auf seinen Prozess, die Lamberts versuchen, in ein normales Leben zurückzufinden. Doch der Albtraum ist noch nicht vorbei. Neue Spieler sind in der Stadt, und schon bald zieht sich ein Wirbel des Terrors über Familie Lambert zusammen. Wer sind die Killer? Und welche Spiele werden sie spielen?

Meine Meinung:

Vorneweg muss ich sagen, dass mir der zweite Teil der Trilogie leider nicht so gut gefallen hat :-/ Der erste war um Längen besser! Generell passt hier nicht mehr die Beschreibung „Horrorfilm im Buchformat“ – „öder Psychothriller“ trifft es besser 😦

Wie beim ersten Teil lässt sich das Buch super flüssig lesen. Die Seiten fliegen nur so dahin, sogar trotz der fehlendes Spannung!

In diesem Teil habe ich das Gefühl, dass es noch vulgärer zugeht als beim ersten. Teilweise ist mir das etwas zu extrem gewesen. Ich bin zwar nicht verklemmt, aber Monica hat manchmal schon echt kranke sexuelle Gedanken…

Die neu eingeführten Charaktere John Brooks und Monica Kemp finde ich interessant. John Brooks ist ein Hüne von einem Mann und wirkt auf mich, obwohl er ein Psychopath ist, irgendwie doch recht „normal“ und sogar teilweise sympathisch. Monica hingegen ist eiskalt (ohne Gefühl) und driftet etwas ins Wahnsinnige. Es gibt im ganzen Buch nur eine Stelle, wo sie mir etwas Sympathie abverlangen konnte.

Dieses Mal kommen auch die negativen Wesenszüge der Lamberts etwas zum Vorschein. Natürlich kommt das daher, da sie a) immer noch traumatisiert sind wegen Crescent Lake und b) wegen der ganzen „Schicksalschläge“ die sie in kurzer Zeit danach verbüßen müssen. Für mich sind Amy und Patrick dadurch nochmal ein ganzes Stück authentischer geworden!

Leider ist das Buch erst auf den letzten 50 Seiten echt spannend. Der ganze Storyverlauf davor ist einfach nur langweilig und zieht sich auch dementsprechend. Ich hätte mir gewünscht, dass diese ganzen fingierten „Schicksalsschläge“ nicht so unoffensichtlich gestaltet worden wären. Hier hätte man eher mit Psychospielchen die Angst der Lamberts schüren müssen. Das hätte dann auch die Spannung von Anfang an gewährleistet!

Die Handlungen sind für mich des Öfteren nicht nachvollziehbar und die ein oder andere Szenerie scheint gedanklich so weit hergeholt, dass sie schon unrealistisch wirkt. Vorhersehbar ist auch wieder einiges, was ich aber nicht sonderlich dramatisch finde. Dramatisch dagegen finde ich das unrealistische Fehlverhalten von Amys Aufpasser (so wie ich verstanden habe, ein ausgebildeter Soldat) im Massagesalon!

Das Ende ist wirklich spannend und rasant gestaltet! Bis auf den „Kampf der Titanen“, der mir sehr gut gefallen hat, aber leider etwas zu schnell ging, sind die anderen Endereignisse echt überraschend. Diesen Kampf habe ich jedoch seit dem Erscheinen des Charakters „Domino“ vermutet, sowie erhofft :-D, und wurde auch nicht enttäuscht! Ausserdem nimmt Jeff Menapace hier zum Schluss einen Weg, den sich kaum ein anderer Autor traut zu gehen – das hat mich wirklich überrascht! Und als wäre das nicht genug krönender Abschluss, verpasst er dem Buch noch einen riesen Plot! O.o Danach habe ich erstmal überlegt, wieso es noch einen dritten Teil geben wird!? Schließlich hat der Plot alles besiegelt und ich bin jetzt schon echt gespannt, wie es im dritten weitergehen wird!

Fazit: Die Charaktere sind wirklich super! Egal ob es alte oder neue sind 🙂 Auch das Ende ist absolut gelungen! Jedoch ist die Langeweile, die sich ansonsten durch das Buch zieht, einfach zu viel 😦 Es ist ein solides Buch für zwischendurch, mehr aber nicht. Daher 3/5 Sterne!

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