„Das Rosenholzzimmer“ von Anna Romer

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Titel: „Das Rosenholzzimmer“

Autor: Anna Romer

Genre: Roman

Seiten: 576 Seiten

Verlag: Goldmann

Erscheinungsdatum: 18.07.2016

Preis: 9,99 €

ISBN: 978-3-442-48442-3

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Klappentext:

Als Audrey Kepler das verlassene Thornwood House im ländlichen Queensland erbt, ergreift sie sofort die Chance, ihrem hektischen Leben in Melbourne zu entkommen und zusammen mit ihrer elfjährigen Tochter Bronwyn einen Neustart zu wagen. In einem entlegenen Zimmer des alten, aber immer noch prächtigen Hauses entdeckt Audrey die verblasste Fotografie eines gutaussehenden Mannes, der vor einer Rosenlaube steht. Wie sie bald herausfindet, handelt es sich um Samuel Riordan, den Großvater ihres Exmannes Tony und vormaligen Besitzer von Thornwood House. Audrey ist von dem Bild fasziniert, und ihr Interesse an dem Mann ist geweckt. Doch als sie immer tiefer in Samuels Geschichte eintaucht, erfährt sie, dass er beschuldigt wurde, kurz nach dem Krieg eine junge Frau ermordet zu haben. Audrey kann das nicht glauben und recherchiert weiter. Dabei bringt sie in Erfahrung, dass in der näheren Umgebung von Thornwood House immer wieder Menschen eines unnatürlichen Todes gestorben sind. Audrey empfindet zunehmend ein Gefühl der Bedrohung, und es beschleicht sie der Verdacht, dass der Mörder von damals noch lebt. Wie recht sie mit ihrer bösen Vermutung hat, wird ihr aber erst bewusst, als sie selbst ins Visier des Täters gerät.

Meine Meinung:

Die Schriftgröße und der Zeilenabstand sind leserfreundlich und der Schreibstil lässt sich super flüssig lesen. Da haben mir sogar die recht langen Kapitel nichts ausgemacht. 🙂

Schon auf den ersten Seiten baut sich Spannung auf und die wird auch das ganze Buch über gehalten und teils noch erhöht. So fiebert man immer den nächsten Erkenntnissen der Vergangenheit entgegen und der Spaß weiterzulesen ebbt nicht ab. Das ganze Buch über herrscht eine recht geheimnisvolle, teils sogar gefährliche, Atmosphäre. Dadurch wird der Leser erstrecht gefesselt und in den Bann gezogen! 🙂

Die ganze Geschichte ist gut durchdacht und sehr schön ausgebaut! Die Liebe steckt hier im wahrsten Sinne des Wortes im Detail! Sehr gut gefallen haben mir vor allem die malerischen Landschaftsbeschreibungen ❤ So hat sich die Umgebung im Buch direkt als Kunstwerk in meinem Kopf eingebrannt. Noch dazu bekommt man auf den ersten Seiten des Buches einen Grundriss von Thornwood House und eine Landkarte der Umgebung. Tolles Gimmick!

Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet und handeln sehr authentisch. Besonders die elfjährige Tochter Bronwyn finde ich gut getroffen in ihrem anfänglichen pubertären Stadium 😀 Die Mutter ist anfangs etwas merkwürdig, aber man kann sich im Laufe des Buches immer besser in sie hineinversetzen. Generell fehlt es hier keinem Charakter an Tiefe, was bei so einem Roman schon die halbe Miete ist!

Etwas schade, finde ich jedoch, dass es keine Schilderung aus der Sicht von Samuel gibt. Hier kann man nur aus den Briefen sich ein näheres Bild machen. Und das, obwohl Samuel ein sehr interessanter Mann gewesen ist. :-/

Die Tagebucheinträge sowie die Briefe sind zeitgemäß geschrieben und wirken dadurch authentisch. Hier hat die Autorin extrem auf den korrekten Sprachgebrauch der verschiedenen Zeitepochen geachtet! Wirklich klasse!

Jedoch hat die Protagonistin Audrey auch ab und zu mal das ein oder andere Wort fallen lassen, welches deplatziert wirkt. So „gehoben“ würde eine „normale“ Mutter nicht mit ihrer Tochter sprechen.

Auf die Auflösung des Ganzen wäre ich NIE gekommen! Zumindest nicht auf die komplette! 😀 Für mich ein richtiges Highlight! ❤ Irgendwie hat man wirklich jeden mal verdächtigt, aber auf DIESE Person wäre man absolut nicht gekommen. 🙂

Generell ist das Ende sehr rasant und nervenaufreibend! Fragen bleiben keine offen, alles wird zum Schluss hin aufgelöst. Das ist mir immer sehr wichtig! 🙂

Etwas übertrieben finde ich die Traumsequenzen von Audrey. Für meinen Geschmack etwas too much. Obwohl mir die Erste sogar sehr gut gefallen hat, hätte man es bei der Einen ruhig belassen können.

Ausserdem hat mir gut gefallen, dass jeder, den man verdächtigt, erstmal eine gefährliche Aura ausstrahlt, die sich dann ins positive umschlägt 🙂 Richtig schön irreführend eben! 😀

Für mich hat sich durch das Buch Das Rosenholzzimmer eine weiteres Lieblingsgenre aufgetan! Ich bin wirklich begeistert und vergebe daher 4,5/5 Sterne! Und eine Leseempfehlung! 😉

 

 

 

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2 thoughts on “„Das Rosenholzzimmer“ von Anna Romer

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