„Der Näher“ von Rainer Löffler

Titel: näher„Der Näher“ (3.Teil der Abel & Christ-Reihe)

Autor: Rainer Löffler

Genre: Thriller

Seiten: 463 Seiten

Verlag: Bastei Lübbe

Erscheinungsdatum: 24.04.2017

Preis: 12,00 €

ISBN: 978-3-404-17454-6

Kauf mich!

Klappentext:

Ein Thriller wie ein Stich ins Herz
In der Nähe von Köln verschwinden zwei schwangere Frauen. Martin Abel, Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, übernimmt die Ermittlungen. Kurz darauf werden die Leichen einer Mutter und ihres Kindes in einem unterirdischen Hohlraum entdeckt. Es handelt sich um eine Frau, die vor Jahren verschwunden ist. Dann taucht eine der beiden vermissten Frauen wieder auf und gibt erste Hinweise auf den Täter. Martin Abel muss sich in eine Welt zerstörerischer Fantasien hineindenken. Denn der Mörder tötet nicht nur, sondern platziert etwas im Körper der Toten …

Meine Meinung:

Der Schreibstil von Herrn Löffler ist wie immer flüssig lesbar und die Seiten fliegen nur so dahin. Auch die Kapitel haben eine angenehme Länge und sorgen so für optimalen Lesespaß.

Durch den Prolog bekommt man quasi schon einen ersten Eindruck vom Täter und wird neugierig darauf gemacht, was sein Motiv ist. Aber eins ist sofort klar, man bekommt es hier mit einem extrem gestörten Menschen zu tun!

Da die Opfer schwangere Frauen sind, konnte ich mich als Mutter von 2 Kindern super in die Lage bzw die Ängste der Frauen hineinversetzen. So fieberte ich natürlich das ganze Buch über mit und hoffte, dass den Frauen und ihren Babys nichts passieren würde.

Die Entwicklung von Abel & Christ gefällt mir super. Die beiden sind mir so ans Herz gewachsen, dass ich jetzt schon wieder auf den nächsten Teil gespannt bin! Was ich diesmal etwas schade fand, dass man eigentlich nichts von Martins Exfrau und den Kindern mehr gelesen hat. Nach Blutdämmerung hätte ich gerne gewusst, wie es bei denen weitergegangen ist. Generell rate ich jedem nach der chronologischen Reihenfolge zu lesen, da man nur so Martin Abels Verhalten nachvollziehen kann.

Die neu eingeführte Person Doris Stange ist mir auf Anhieb sympathisch gewesen! Auch charakterlich passt sie, in meinen Augen, super zu Martin Abel. Ihre charmante lustige Art bringt einfach nochmal einen gewissen schwung und eine extra Portion Humor rein, was ich persönlich sehr mag. Von ihr würde ich gerne noch öfter was lesen 🙂

In diesem Teil hat Herr Löffler sich wirklich selbst übertroffen. Es gibt Stellen in dem Buch, die ich absolut widerwärtig und ekelhaft fand. Was natürlich für mich ein riesen Pluspunkt ist! 😀 Sowas lese ich gerne und wenn es mich dabei schon etwas würgt (für alle, die es gelesen haben, ich meine die Szene mit der Kuh) ist das einfach nur grandios!

Generell finde ich gewisse Situationen echt creepy. Das extrem beängstigende psychopathische Verhalten des Täters sowie die spürbare Angst und das Unbehagen der Opfer tun da ihr weiteres dazu.

Leider muss ich sagen, dass ich den Titel nicht ganz trefflich gewählt finde. Ich habe mir bei dem Täter der Näher doch eine ganz andere Handlungsweise vorgestellt. Da der Herr eigentlich nicht wirklich viel „näht“, hätte ich da eher einen anderen Namen mir gewünscht.

Der Aufbau der Geschichte ist wieder ähnlich den vorherigen Teilen, was mir persönlich sehr gut gefällt. Das hat nicht nur einen Wiedererkennungswert, sondern durch diesen Aufbau hebt Herr Löffler seine Bücher von denen der Anderen ab.

Eigentlich herrscht das gesamte Buch über Spannung. Dies wird durch die grandiosen Vergangenheitserzählungen des Täters noch verstärkt. Auch empfindet man dadurch mit dem Täter ein gewisses Maß an Mitleid. Herr Löffler schafft es ausserdem mal wieder total, mich als Leser in die Irre zu führen. Einen klitzekleinen Moment hatte ich die richtige Vermutung, wer der Täter ist. Doch Herr Löffler hat es sofort geschafft, mich von diesem Gedanken wegzulotsen und meinen Verdacht auf jemand anderes zu lenken. Einfach klasse! So muss das sein!

Mir hat das Lesen des Nähers wirklich Spass gemacht und ich kann es kaum erwarten bis der 4. Teil rauskommt! Einen kleinen Punktabzug gibts für den Titel, den ich nicht ganz trefflich gewählt finde und da mir noch das gewisse „Etwas“ gefehlt hat… daher gibts von mir 4,5 Sterne!

 

 

 

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